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  • Bild von Angler an der Treene als Kopfbild der Website
Kiesberg Helgoland in Frörup

Das Helgoland eine Nordseeinsel in der Deutschen Bucht ist, ist allgemein bekannt. Aber Helgoland in den Fröruper Bergen? Wenn man von der Landstraße 317 in Frörup, gegenüber der Tankstelle abbiegt, kommt man am Ende der Straße an eine Senke, wo einst der Kiesberg Helgoland lag.

Die Fröruper Berge entstanden durch die jüngste Eiszeit. Durch mehrmaliges Vor- und Zurückweichen der Gletscher entstand eine Endmoränenlandschaft mit Hügeln und Tälern. Durch großen Druck wurde Gestein in allen Größen von Kies bis hin zu Findlingen zu Hügeln aufgeschoben. Ab 1920 wurden Kies und Steine abgebaut. Es entstand eines der größten Kieswerke des Landes. Über 100 Arbeiter waren damals im Kieswerk beschäftigt. Steine für den Küstenschutz an der Nordsee und für den Bau des Hindenburgdamms zur Insel Sylt wurden hier abgebaut. Mit einer Lorenbahn gelangte das Material zur Umladung an die Bahnstrecke nach Tarp. Der größte nicht abgebaute Kiesberg Helgoland wurde in den 1960er Jahren vom Kalksandsteinwerk Oeversee zu Kalksandstein verarbeitet. 1970 entstand auf der abgebauten Fläche eine Freizeitanlage mit Park-, Spiel- und Grillplätzen. 1998 übernahm die Kurt und Erika Schrobach-Stiftung die Fröruper Berge.

Bereits 1936 wurde der Südteil der Fröruper Berge als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Um 1950 begann man als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit der Wiederaufforstung. Das Gelände mit eingestreuten Tümpeln, Teichen und dem lockeren Baumbestand ist heute als Kiesgrube nur noch schwer erkennbar. Das Naturschutzgebiet Fröruper Berge, mit seiner Wald-, Moor- und Heidelandschaft gehört heute aufgrund des hohen Naturschutzwertes, in das Naturschutzgroßprojekt „Obere Treenelandschaft“.


Foto: Blick auf Helgoland

Vl. Herbert, Hermann und Thomas Wollensen, Charlotte Petersen aus Berlin und Hund Pussi